Mediative Projektbegleitung

Problemstellung

Informatikprojekte (nachfolgend ICT-Projekte genannt) haben für Unternehmen oft eine wichtige, strategische Bedeutung aber sie sind technisch in kurzer Zeit überholt. Sie werden in den meisten Fällen weder zur Zeit noch innerhalb des geplanten/gesprochenen Budget abgeschlossen. Projektbudgets und Termine werden massiv überschritten, Projektresultate werden nur teilweise oder in schlechter Qualität geliefert oder Projekte werden vor dem Abschluss sogar abgebrochen.

ICT-Projekte gelten nach wie vor als teuer und 70 Prozent der Projekte haben schlechte Erfolgsquoten. ICT-Projekte unterliegen einer komplexen und hohen Dynamik: Ein System ist nach der Einführung oft schon wieder veraltet, vor allem nach Verzögerungen im Projekt.

Kommunikationsmangel: Ein grosser Teil der Probleme in ICT-Projekten liegt in der Kommunikation zwischen Informatik und Fachabteilung aber auch in der Kommunikation der einzelnen Projektmitarbeitern. Oft ist ein Informationsdefizit verantwortlich dafür, dass Probleme in Projekten nicht ernst genommen werden.

Angst vor Veränderungen oder Eskalation: Projektleiter haben oftmals Angst, das Projekt in der Hierarchie nach oben zu eskalieren, und behaupten deshalb möglichst lange, man sei noch im Budget und im Zeitplan. Projekte bedeuten Veränderungen im direkten Umfeld und lösen bei betroffenen Mitarbeitern oft unausgesprochene Ängste aus.

Erfolgsquote von Projekten

  • mehr als 70% aller Projekte enden weit über dem definierten Budget oder dem definierten Endtermin oder liefern nicht die ursprünglich definierten Merkmale oder Funktionen.
  • mehr als 25% der Projekte scheitern und werden abgebrochen.
  • mehr als 50% aller IT-Projekte kosten mindestens 150% mehr als ursprünglich geplant.
  • Viele Projekte werden auch nach riesigen Investitionen in Zeit und Geld nie fertig.
  • Jedes Jahr werden für gescheiterte Projekte in den USA mehr als $75 Milliarden aufgewendet.
  • Grosse Projekte scheitern häufiger.

 

 

„Allerdings ist es immer noch besser, ein System kostet 50 Prozent mehr und funktioniert am Ende einwandfrei, als wenn man wie im Fall Insieme 100 Millionen investiert und das Projekt am Schluss beerdigt werden muss.“ 

Zitat von Matthias Stürmer, Leiter der Forschungsstelle für Digitale Nachhaltigkeit in einem Interview bei 20Minuten

 

Die 8 Problemherde in Projekten:

  1. Keine klaren Business-Ziele*
  2. unklar definierte und nicht abgenommene Anforderungen*
  3. Schlechter Einbezug der Benutzer*
  4. Schlechte Projektplanung*
  5. Ungenügendes Änderungsmanagement*
  6. Ungenügende Kostenüberwachung*
  7. Zu wenig (Zwischen-) Meilensteine
  8. Schlechte Kommunikation*

Weitere Probleme speziell bei ICT-Projekten:

  • Beiträge oder eben fehlende Beiträge aller Parteien*
  • Komplexe und lange Umsetzungen, Abhängigkeiten, Ausdauer von Lieferanten und anderen Beteiligten*
  • Versäumnisse von Pflichten (falsche Auftragsstellung, unklare Kommunikation, neue Ausgangslagen, neue Erkenntnisse etc.) behindern die Kommunikation*
  • Verteidigung der eigenen Positionen, Angst vor Reputationsverlust
  • Regelungslücken, Unklarheiten*
  • Teilnehmer flüchten ins Fachliche, wenn es ihnen zu persönlich wird

Die mit einem Stern (*) versehenen Problembereiche sind unter anderem aber insbesondere auf mangelhafte oder nicht vorhandene Kommunikation, Zeitmangel und falsche Prioritäten zurückzuführen.

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