Projektkonflikte

Projektkonflikte

 

Infor­ma­tik­pro­jek­te haben für Unter­neh­men oft eine wich­ti­ge, stra­te­gi­sche Bedeu­tung. Lei­der sind sie tech­nisch nach kur­zer Zeit oft über­holt und müs­sen opti­miert oder aktua­li­siert wer­den. Dabei wer­den sie in den mei­sten Fäl­len weder im geplan­ten Zeit­fen­ster noch inner­halb des geplanten/besprochenen Bud­get abge­schlos­sen. Pro­jekt­bud­gets und Ter­mi­ne wer­den mas­siv über­schrit­ten, Pro­jekt­re­sul­ta­te wer­den nur teil­wei­se oder in schlech­ter Qua­li­tät gelie­fert oder Pro­jek­te wer­den vor dem Abschluss sogar abge­bro­chen.

Die Grün­de dafür sind in den mei­sten Fäl­len Kom­mu­ni­ka­ti­ons­man­gel sowie mensch­li­che Angst vor Ver­än­de­rung und/oder Eska­la­ti­on.

Quoten der Misserfolge

  Mehr als 70% aller Pro­jek­te enden weit über dem defi­nier­ten Bud­get oder dem defi­nier­ten End­ter­min oder lie­fern nicht die ursprüng­lich defi­nier­ten Merk­ma­le oder Funk­tio­nen.
  Mehr als 25% der Pro­jek­te schei­tern und wer­den abge­bro­chen.
  Mehr als 50% aller IT-Pro­jek­te kosten min­de­stens 150% mehr als ursprüng­lich geplant.
  Vie­le Pro­jek­te wer­den auch nach rie­si­gen Inve­sti­tio­nen in Zeit und Geld nie fer­tig.
  Jedes Jahr wer­den für geschei­ter­te Pro­jek­te in den USA mehr als $75 Mil­li­ar­den auf­ge­wen­det.
  Gros­se Pro­jek­te schei­tern häu­fi­ger.

 

Die 8 Problemherde in Projekten

 

  Kei­ne kla­ren Busi­ness-Zie­le*
  unklar defi­nier­te und nicht abge­nom­me­ne Anfor­de­run­gen*
 
Schlech­ter Ein­be­zug der Benut­zer*
 
Schlech­te Pro­jekt­pla­nung*
 
Unge­nü­gen­des Ände­rungs­ma­nage­ment*
 
Unge­nü­gen­de Kosten­über­wa­chung*
 
Zu wenig (Zwi­schen-) Mei­len­stei­ne
 
Schlech­te Kom­mu­ni­ka­ti­on*

Weitere Probleme speziell bei ICT-Projekten

 

  Bei­trä­ge oder eben feh­len­de Bei­trä­ge aller Par­tei­en*
  Kom­ple­xe und lan­ge Umset­zun­gen, Abhän­gig­kei­ten, Aus­dau­er von Lie­fe­ran­ten und ande­ren Betei­lig­ten*
 
Ver­säum­nis­se von Pflich­ten (fal­sche Auf­trags­stel­lung, unkla­re Kom­mu­ni­ka­ti­on, neue Aus­gangs­la­gen, neue Erkennt­nis­se etc.) behin­dern die Kom­mu­ni­ka­ti­on*
 
Ver­tei­di­gung der eige­nen Posi­tio­nen, Angst vor Repu­ta­ti­ons­ver­lust
 
Rege­lungs­lücken, Unklar­hei­ten*
 
Teil­neh­mer flüch­ten ins Fach­li­che, wenn es ihnen zu per­sön­lich wird

Die mit einem Stern (*) ver­se­he­nen Pro­blem­be­rei­che sind unter ande­rem aber ins­be­son­de­re auf man­gel­haf­te oder nicht vor­han­de­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on, Zeit­man­gel und fal­sche Prio­ri­tä­ten zurück­zu­füh­ren.

 

„Allerdings ist es immer noch besser, ein System kostet 50 Prozent mehr und funktioniert am Ende einwandfrei, als wenn man wie im Fall Insieme 100 Millionen investiert und das Projekt am Schluss beerdigt werden muss.“ 

Zitat von Mat­thi­as Stür­mer,
Lei­ter der For­schungs­stel­le für Digi­ta­le Nach­hal­tig­keit
in einem Inter­view bei 20Minuten.